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Madagaskar, ein Paradies in Gefahr Drucken E-Mail
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Madagaskar, die viertgrößte Insel der Erde, ist eines der faszinierendsten Gebiete unseres Planeten. Sie liegt ca. 400 km vor der Küste von Mozambique und erstreckt sich über 590.000 Quadratkilometer mit einer Länge von 1600 km und einer maximalen Breite von 600 km. Ein Gebirgszug, der von Nord nach Süd verläuft, teilt Madagaskar klimatisch in zwei Hälften: in die feucht-tropische Osthälfte und die trockene Westhälfte. Dazwischen liegt das zentrale Hochland mit einem Übergangsklima, dessen höchste Erhebungen 2900 m über dem Meer liegen.

Vor 180 Millionen Jahre wurde Madagaskar vom Urkontinent Gondwana getrennt. Bedingt durch diese lange Isolierung hat sich auf Madagaskar eine völlig eigenständige Flora und Fauna entwickelt. 

In den letzten Wäldern Madagaskars leben einzigartige Erben unserer Erdgeschichte: Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es, neben Australien, so viele einzigartige Lebewesen. Unter Naturwissenschaftlern gilt Madagaskar deshalb als sechster Kontinent. 

 

Lemur Catta

Lemur  Sifaka

 

Von den etwa 12.000 Arten von Blütenpflanzen und den 109 Säugetierarten sind jeweils 80 Prozent, von den 250 Vogelarten rund die Hälfte, von den 260 Reptilienarten 95 Prozent und von den 150 Froscharten alle endemisch.

Doch die Tage vieler dieser Tiere und Pflanzen sind gezählt, denn ihre Lebensräume schrumpfen in einem rasanten Tempo und werden bald ganz verschwunden sein, wenn der Zerstörung nicht Einhalt geboten wird.

Von den ursprünglichen tropischen Wäldern der Insel sind heute nur noch zehn Prozent übrig. Denn die Inselbevölkerung ist so arm, dass sie ihren Wald rodet, um neues Ackerland und Feuerholz zu gewinnen. Madagaskar steht damit im Brennpunkt des weltweiten Naturschutzes.

 
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